2. Literaturmatinee 2026 mit Norbert Schreiber: Die Macht der Mächtigen – und die Macht der Machtlosen.

Am Sonntag, den 3. Mai findet die zweite von vier Literaturmatineen des Jahres 2026 statt. Wir freuen uns sehr, dass das Thema Literatur in unserer Region ganz unerwartet großen Zuspruch findet und es ist natürlich ein Riesenglück für uns, dass sich mit Norbert Schreiber einen ausgewiesenen Kenner sowohl der Literatur als auch der Literaturszene in unserem Kulturteam engagiert und eine eigenständige Literatur-Abteilung betreut.

Der in Spiegelhütte ansässige Journalist und Buchautor, früher Politik- und Kulturredakteur beim Hessischen Rundfunk, beschäftigt sich seit Jahren mit den Literaturen Osteuropas. Bei der Verleihung des Buchpreises für europäische Verständigung auf der Leipziger Buchmesse konnte Norbert Schreiber den tschechischen Schriftsteller, Dichter, Dramatiker und Diplomaten Jiří Gruša treffen und interviewen.

Den Dramatiker und Präsidenten Tschechiens stellt er in Filmen, Audios und mit einer Lesung aus seiner Biographie vor. 

Mit dem Roman „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ errang Milan Kundera Weltruhm. Er wird in Filmausschnitten und Interviews und unter anderem mit einer Lesung aus seinem Roman „Der Scherz“ zu Wort kommen.

Das Motto der Matinee: Die Macht der Mächtigen – und die Macht der Machtlosen


Dissident:  Vaclav Havel
Opponent: Jiří Gruša  
Exilant: Milan Kundera


Drei (AUS) Wege in der tschechischen Literatur

Eine multimediale Matineé mit Filmausschnitten, Audios und Lesung im Schloss Buchenau/Lindberg

Sonntag 3. Mai – 10.30. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Schlossrenovierung würden uns freuen.

Start in den Mai. Ein spannendes Wochenende im Schloss steht bevor.

Schloss Buchenau startet mit einem spannenden Wochenende in den Mai. Am Samstag, den 2. Mai und am Sonntag, den 3. Mai öffnet das beliebte Kult(ur)café jeweils von 14 bis 17 Uhr wieder seine Pforten. Selbstgemachte Kuchen und Torten sowie Kaffee aus der Rösterei Kirmse stehen weiterhin im Mittelpunkt des Angebotes, aber es gibt auch Eis, Eiskaffee, viele weitere kalte und warme, alkoholische und nicht-alkoholische Getränke sowie neu auch kleine Brotzeiten. Die Freude des Café-Teams an der Bewirtung seiner Gäste wird auch in diesem Jahr wieder eine wohltuende Atmosphäre an diesem wunderschönen Platz unter dem Walnussbaum erschaffen.

Am Samstag und Sonntag wird der Förderkreis ab 14 Uhr auch frisch geernteten Bärlauch zu fairen Preisen verkaufen. Falls bis dahin schon weitere Bärlauch-Produkte fertiggestellt sind, können auch diese erworben werden.

Am Samstag werden um 14:00 und um 15:30 Schlossführungen angeboten. Ab Mai finden diese Führungen regelmäßig an Samstagen statt, an denen das Kult(ur)café geöffnet hat. Da die Teilnehmerzahl pro Führung auf 12 Personen beschränkt ist, empfiehlt sich eine Anmeldung unter fkschlossbuchenau@gmail.com

Am Sonntag lädt Norbert Schreiber um 10:30 wieder zu einer Literaturmatinee ein. Diese Veranstaltung wird noch ausführlicher angekündigt.

The art of jazz piano trio. Ein Konzert mit dem Sven Ochsenbauer Trio.

Nach dem wunderbaren klassischen Klavierkonzert mit Jochen Benkert am letzten Sonntag steht uns am kommenden Samstag ein weiteres musikalisches Highlight bevor:

Ein hochkarätiges Jazzkonzert mit dem Sven Ochsenbauer Trio. Drei international renommierte Musiker in der klassischen Besetzung eines Jazz Piano Trios: Piano, Bass und Schlagzeug. Ihre Musik ist ein absoluter Genuss nicht nur für Jazz-Liebhaber.

Das Konzert findet am Samstag, den 25. April um 19:00 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 20 €.

Unten finden Sie ausführliche Informationen zu den Musikern.

Sven Ochsenbauer Trio the art of piano trio

Sven Ochsenbauer – Piano/ Komposition Markus Schlesag – Kontrabass/ E-Bass Stefan Spatz – Schlagzeug/ Percussion

Das „Sven Ochsenbauer Trio“, bestehend aus Sven Ochsenbauer (Piano/ Komposition), Markus Schlesag (Bass) und Stefan Spatz (Schlagzeug) hat sich durch zahlreiche Konzerte in Deutschland und im benachbarten Ausland (Österreich/ Tschechien) sowie durch diverse CD-Veröffentlichungen überregional einen hervorragenden Ruf in der Musikszene erspielt. Das Programm besteht aus den gehaltvollen Kompositionen des Pianisten und Bandleaders Sven Ochsenbauer, darunter werden auch einige brandneue Stücke sein.

Sven Ochsenbauer ist ein international renommierter Jazzpianist und Komponist und kann auf eine Vielzahl an Veröffentlichungen verweisen. Sein vielfältiges kompositorisches Schaffen ist auf diversen CD-Veröffentlichungen mit Klaviertrio (Klavier, Bass, Schlagzeug), Solo-Klavier oder als Sideman in diversen anderen Besetzungen dokumentiert. Er arbeitet als Filmmusik-Komponist und Arrangeur. Außerdem sind einige seiner Werke beim Verlag netmusica (Baden-Württemberg) im Druck erschienen. Darunter sind Kompositionen für Klavier solo, Gitarre und auch kammermusikalische Werke für verschiedene Besetzungen. Aktuell stehen zudem gleich zwei Solo-Klavier-Veröffentlichungen an! „HoamadJazz…die Zweite!“: Der zweite Teil seiner außergewöhnlichen CD „HoamadJazz“, bei der er traditionelle Volkslieder in den Kontext des Jazz setzt. Und das Album „Circles“ mit acht neuen, abwechslungsreichen Kompositionen Ochsenbauers.

Markus Schlesag absolvierte sein Kontrabass-Studium am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg. Seitdem ist er mit vielen international bekannten Jazzmusikern auf der Bühne gestanden. Darunter waren unter anderem Auftritte mit Heini Altbart, Bobby Shew, Max Greger jr., Tony Bulluck, Martin Schrack, Klaus Graf, Stefan Holstein, Oscar Klein, Hans Salomon, Dwight Trible, Steve Hooks, Nina Michelle, Bill Molenhof, Joris Dudli, Helmut Nieberle. Außerdem wirkt er regelmäßig an Theaterproduktion mit, z.B. „Kleiner Mann“ von Hans Fallada, „Die Dreigroschenoper“ von Brecht / Weill am Theater Regensburg oder aktuell bei „Jesus Christ Superstar“ am Niederbayerischen Landestheater. Er arbeitet als Komponist und Arrangeur und hat darüber hinaus schon zahlreiche Alben mit Max Greger jr., Charly Antolini, Martin Weiss, Tony Bullock und anderen hochkarätigen Musikern veröffentlicht.

Der Schlagzeuger Stefan Spatz studierte Schlagzeug und Percussion an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und Wien, sowie am Percussion Institute of Technologie Los Angeles. Diverse Auszeichungen und Fortbildungen komplettieren seine künstlerische Reife. Der gefragte Musiker trat schon mit zahlreichen bekannten Künstlern in verschiedenen Projekten auf, z.B. Alan Praskin, Oliver Lake, Maria Cristina Godinez. Beim „Sven Ochsenbauer Trio“ stellt er eine musikalische Symbiose mit seinen kongenialen Partnern her, wobei er sein Spiel trotzdem frei gestaltet und darüber hinaus die dynamischen Möglichkeiten des Schlagzeugs voll ausschöpft. Immer im Geschehen arbeitet er Nuancen facettenreich heraus.

Frühling soll es sein: Klavierkonzert mit Jochen Benkert.

Am Sonntag, den 19.4., gastiert Jochen Benkert wieder bei uns im Schloss. Der Straubinger Pianist, Bassist und Musikpädagoge spielte bereits einige Male mit verschiedenen Programmen, zuletzt „Chopin und seine Heroes“, in unserem Musiksalon.

Der Abend wird mit Debussys „Children´s Corner“ eröffnet, einer kleinen Suite, die der Komponist für seine Tochter komponierte. Danach folgt ein Mix aus Bach (Französische Suite Es-dur) und lyrischen Stücken von Edvard Grieg, die in ihren Gegensätzen erfrischend neue Eindrücke bieten.

Noch vor der Pause ist „Sposalizio“ von Franz Liszt zu hören, ein Stück, das in zartem Pianissimo bis hin zu donnernden Doppeloktaven Bezug zu Raffaels Gemälde „Die Vermählung der Jungfrau“ nimmt. Ein Stück Programmmusik aus den Wanderenjahren (Italien).

Nach der Pause erklingt Mozarts große Fantasie c-moll – verschwenderisch in den melodischen Einfällen und kühn in der Harmonik – gefolgt von Beethovens früher virtuoser Sonate in C-dur: ein verkapptes Klavierkonzert ohne Orchester. Gewidmet Joseph Haydn, lässt Beethoven dessen Tonsprache schon als junger Mann eindrucksvoll hinter sich und zeigte sich bereits hier als unglaublich kreativer Geist.

Wie gewohnt wird Jochen Benkert das Konzert moderieren und so die Begegnung mit den Stücken umso intensiver gestalten.

Das Konzert beginnt um 17 Uhr, der Eintritt beträgt 20 €.

Im Anschluss finden Sie die Kritik eines Auftritts in Schwarzach am Donnerstag letzter Woche.

Karl-Heinz Reimeier liest und erzählt im Schloss.

Am kommenden Sonntag, den 12. April, kommt ein gern gesehener Gast zu uns ins Schloss. Einer, den wir in den letzten 20 Jahren immer wieder einmal begrüßen durften: Karl-Heinz Reimeier. 

Er wird bei seiner Lesung nicht nur den 3. Band seiner Reihe „Wenn´s weihrazt …… “ vorstellen, sondern auch die Geschichten erzählen, von denen er im Laufe der vielen, vielen Lesungen gespürt hat, dass sie am besten ankommen und auch unter die Haut gehen. 

Ein wenig mehr zu seinem neuen Buch finden Sie im Anhang.

Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Über eine kleine Spende zugunsten der Schlossrenovierung würden wir uns freuen.

Wenn`s weihrazt, Band III

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir uns vorstellen wollen. Unerklärliches. Übersinnliches. Überliefertes: Weihrazgeschichten. Berichte von einer anderen Welt zwischen Leben und Tod. Türen knarzen. Fenster öffnen sich. Ein kalter Windhauch schleicht ins Zimmer. Die Uhr bleibt stehen. Ein Vorhang bewegt sich. Jemand stöhnt. Geschichten aus der Zwischenwelt werden von Generation zu Generation weitererzählt und sie werden neu erlebt, jeden Tag, von Leuten jeden Alters. Karl-Heinz Reimeier sammelt sie, schreibt sie auf uns gibt sie weiter – erzählend vor allem, spannend und fesselnd. Er hat das Vertrauen der Menschen, die diese Geschichten kennen, manchmal gar selbst erleben. Nach jeder Lesung aus den mittlerweile drei Bänden, nach vielen Hausbesuchen und Fahrten in entlegenste Weiler, Einöden und Dörfer, nach vielen Telefonaten und E-Mails erfährt er neue Weihraz-Geschichten. Sie sind aus der Zeit gefallen, aber topaktuell. Moderne Physik erklärt unvorstellbare Phänomene. Der kalte Schauer bleibt. 

„Dieses Frösteln, es ängstigt die Menschen und zieht sie magisch an.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Unerklärliches, Übersinnliches, Überliefertes – Karl-Heinz Reimeiers Weihraz-Geschichten ziehen die Menschen in den Bann.“ (Passauer Neue Presse)

Bayerwaldblues: Geschichte eines Gefühls. Buchvorstellung mit Alexander Straßner.

Am Samstag, den 28. März stellt Alexander Straßner aus Spiegelhütte sein autobiographisches Buch „Bayerwaldblues: Geschichte eines Gefühls“ vor.

Die Besetzung des Abends ist so hochkarätig wie der Lebensweg des in Spiegelhütte aufgewachsenen und da auch wieder lebenden, an der Universität Regensburg lehrenden und forschenden Politologen Prof. Dr. Alexander Straßner: Laudator ist Ossi Heindl, Norbert Schreiber führt ein Interview mit dem Autor und als besonderes Schmankerl kommt die Musik von Mutter Anneliese Straßner und  ihrer Zither. Es wird ein Fest werden.

Zu der Veranstaltung finden Sie unten weitere Informationen.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der Schlossrenovierung wären natürlich schön.

Bayerwaldblues

Ein Wirtshaus, das nie wirklich schläft, und ein Bub, der früher glaubte, die Welt hinter ihm löse sich in Luft auf – Bayerwald-Blues ist die überraschend zärtliche, manchmal irrwitzige und oft herzzerreißend ehrliche Biografie eines Kindes aus dem hintersten Winkel des Bayerischen Waldes. Alexander Straßner erzählt von einer Kindheit, die gleichzeitig paradiesisch und völlig absurd war: zwischen Feriengästen, die sich benahmen, als wären sie aus einem sehr seltsamen Heimatfilm gefallen, Waidlern von unverhandelbarer Originalität und Eltern, die aus dem Nichts eine Pension samt halbem Dorf zusammenhielten. Hier wird nichts beschönigt: Es gibt Kühe, die auf frisch verlegte Pflastersteine scheißen, Blitze, die durchs Haus wandern, und Bärwurz, der den Charakter härtet. Und trotzdem entsteht ein feiner, leiser Faden von Melancholie zwischen all dem Lachen, Stolpern und Staunen: eine Liebeserklärung an jene Region, in der das Leben oft härter war als der Wirtshausboden – aber auch wärmer als jede Zentralheizung. Ein Buch über Herkunft, Humor und den ganz speziellen Menschenschlag zwischen Arber, Falkenstein und einer Welt, die immer ein bisschen schräg stand. Die Geschichte eines Gefühls. Das Buch über den Bayerischen Wald.

Gospel meets the Blues. Internationale Spitzenmusiker im Schloss.

Am Freitag, den 27. März haben wir mit der Sängerin Carol Alston und dem Pianisten Jan Kořínek zwei renommierte internationale Künstler zu Gast, die gemeinsam mit dem Passauer Blues-Harp-Spieler Walter Schwetz die amerikanische Gospeltradition mit Jazz und Blues zu einer ganz eigenen, warmen und tiefen Musik verbinden.

Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt beträgt 20 €.

Wenn Sie etwas mehr über die Künstler und ihre Musik erfahren wollen, finden Sie unten einen ausführlicheren Text dazu.

Gospel meets the Blues

Die renommierte Jazz-, Blues- und Gospelsängerin Carole Alston aus Washington D.C. trifft auf den Pianisten und Hammond-Organisten Jan Kořínek und schafft ein ebenso gefühlvolles wie mitreißendes Musikerlebnis. Alston begeistert mit ihrer warmen, ausdrucksstarken Stimme und ihrem erzählerischen Gespür, das tief in der Gospeltradition verwurzelt ist und sich mühelos mit Jazz und Blues verbindet.

Kořínek, eine feste Größe der europäischen Szene, arbeitete u. a. mit internationalen Künstlern wie Chris Cain, Carlos Johnson und Chanda Rule zusammen. Obwohl er besonders für seinen markanten Hammond-Sound bekannt ist, ist er bei diesem Konzert ausschließlich am Klavier zu hören und zeigt dabei eine intime, akustische Seite seines Spiels, geprägt von Blues, Jazz und Gospel.

Bei ausgewählten Stücken wird das Duo von dem in Passau ansässigen Bluesharp – Spieler Walter Schwetz ergänzt. Er hat bei Jan Korinek die Liebe zum Blues entdeckt und sie zu einer musikalischen Ausdruckskraft entfaltet.

Gemeinsam erschaffen Alston und Kořínek einen zeitlosen Sound, der die Tradition von Jazz, Blues und Gospel aufgreift und zugleich mit persönlichem Ausdruck und frischer Energie verbindet. Ihre Konzerte leben von musikalischer Nähe, spontaner Interaktion und einer spürbaren Verbindung zum Publikum.

Baywaldblues

Ein Wirtshaus, das nie wirklich schläft, und ein Bub, der früher glaubte, die Welt hinter ihm löse sich in Luft auf – Bayerwald-Blues ist die überraschend zärtliche, manchmal irrwitzige und oft herzzerreißend ehrliche Biografie eines Kindes aus dem hintersten Winkel des Bayerischen Waldes. Alexander Straßner erzählt von einer Kindheit, die gleichzeitig paradiesisch und völlig absurd war: zwischen Feriengästen, die sich benahmen, als wären sie aus einem sehr seltsamen Heimatfilm gefallen, Waidlern von unverhandelbarer Originalität und Eltern, die aus dem Nichts eine Pension samt halbem Dorf zusammenhielten. Hier wird nichts beschönigt: Es gibt Kühe, die auf frisch verlegte Pflastersteine scheißen, Blitze, die durchs Haus wandern, und Bärwurz, der den Charakter härtet. Und trotzdem entsteht ein feiner, leiser Faden von Melancholie zwischen all dem Lachen, Stolpern und Staunen: eine Liebeserklärung an jene Region, in der das Leben oft härter war als der Wirtshausboden – aber auch wärmer als jede Zentralheizung. Ein Buch über Herkunft, Humor und den ganz speziellen Menschenschlag zwischen Arber, Falkenstein und einer Welt, die immer ein bisschen schräg stand. Die Geschichte eines Gefühls. Das Buch über den Bayerischen Wald.

Salonmusik mit Café Olé

„All inklusive – Einmal um die ganze Welt“. Eine musikalische Weltreise mit 3 Violinen, Akkordeon und Kontrabass. Ob Tango, Walzer, Schlager oder Swing – die Musiker von Café Olé sorgen für ein abwechslungsreiches Programm voller Klangfarben.

Humorvolle Moderationen verbinden die einzelnen Stationen und machen den Nachmittag zu einem unterhaltsamen, kurzweiligen Erlebnis – musikalisch vielseitig und ganz im Sinne des vor einem Jahr leider ganz unerwartet verstorbenen Gründers der Musikgruppe, Karl Handlos.

Ersetzt wird Karl Handlos durch Simone Wagner, die nach längerer Pause wieder zu Café Olé zurückkehrt und zusammen mit Bettina Scholz, Christine Gmeinwieser, Margarita Wolf und Raphael Dives die Tradition dieser wunderbaren Salonmusik fortführt.

Das Konzert findet am Sonntag, den 22. März um 17:00 Uhr statt. der Eintritt beträgt 15 €.

Literaturmatinee am 15. März 2026: Närrisch an das Leben glauben. Das letzte Prager Deutsch von Lenka Reinerova.

Es ist wieder so weit. Nach zwei Monaten Pause starten wir am 15. März endgültig ins neue Veranstaltungsjahr.

Den Anfang macht am 15. März eine Matinee aus unserer im letzten Jahr entwickelten und jetzt fest etablierten Lese-Literaturreihe. Heuer steht die Reihe im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse, die in diesem Jahr den Länderschwerpunkt Tschechien hat, unter dem Motto „Kafka, Kisch und Co.“ Die erste von insgesamt vier, über das Jahr verteilten Sonntags-Matineen ist der Schriftstellerin Lenk Reinerová gewidmet.

Der in Spiegelhütte ansässige Journalist und Buchautor Norbert Schreiber, früher Politik- und Kulturredakteur beim Hessischen Rundfunk, beschäftigt sich seit Jahren mit den Literaturen Osteuropas. Er traf Lenka Reinerová einige Monate vor ihrem Ableben in Prag im Jahr 2008. Es war ihr letztes Interview über ein spannungsreiches Leben als letzte Vertreterin der deutschsprachigen Literatur aus dem „Prager Kreis“.

Sie war die Kronzeugin dieser Literatur aus der Generation der Schriftsteller Franz Kafka, Max Brod, Egon Erwin Kisch, Franz Werfel und Rainer Maria Rilke. Lenka Reinerová war Tschechin, Deutsche, Jüdin und bekennende Europäerin in einer Person. Ihre engagierte Persönlichkeit war geprägt von einem unerschütterlichen Glauben an das Gute, an die Gleichheit und die Gerechtigkeit unter den Menschen.

Ein volles, pralles Leben einer Prager Schriftstellerin, vor historischen Hintergründen: Sie erlebte die letzten Tage Habsburgs, Masaryks erste Republik, die Besatzung durch Nazi-Deutschland, Verfolgung durch Nazis und Kommunisten, sie überlebte die  erstarrten Jahre im Kommunismus, das Scheitern des Prager Frühlings, die Besetzung durch sowjetische Truppen 1968  und die „samtene Revolution“, den überwiegend ohne Gewaltanwendung erfolgten Übergang der CSSR  von der von einer Einheitspartei geführten Machtelite-Herrschaft im Kommunismus zur parlamentarischen Demokratie im Jahr 1989.

Als Literatin war Lenka Reinerová in den Prager Cafés und Literatur- Zirkeln unterwegs, von den Nazis und Kommunisten verfolgt, interniert. So erlebte sie als Exilantin eine Irrfahrt und ein unstetes Wanderleben rund um die Welt.

Ihre Stimme im „Prager Deutsch“ für ein einstündiges Interview ist ein letztes Dokument aus einer untergegangenen Welt.

Norbert Schreiber berichtet bei der Matinee von dieser Begegnung mit der Literatin, präsentiert Ausschnitte aus seinem Interview mit ihr, zeigt Videoclips über Lenka Reinerová und liest aus zahlreichen Erzählungen. Vor allem aus dem „Traumcafé“ einer Pragerin und dem „Geheimnis der nächsten Minuten“. Sowie aus den Memoiren ihrer Tochter Anna Fodorova, die über den Abschied von ihrer Mutter schreibt“.  Eine multimediale Matineé mit Filmausschnitten, Audios und Lesung im Schloss Buchenau.

Sonntag, 15. März 10.30 Uhr

Närrisch an das Leben glauben

Das letzte Prager Deutsch der Literatur von Lenka Reinerová

Der Eintritt ist frei, über Spenden zugunsten der Schlossrenovierung würden wir uns freuen.